11.04.2011, 20.00 Uhr, Nationaltheater Mannheim, Studio 16.04.2011, 20.00 Uhr, Nationaltheater Mannheim, Studio
Von Anna Rabe / Regie: Anna-Lena Kühner (HfMDK-Regie) / Dramaturgie: Katharina Blumenkamp
Zeitarbeit, Ein-Euro-Job, Callcenter, Playstation. In Teterow in Mecklenburg-Vorpommern ist nicht viel mehr zu holen. Da hilft nur eins: abhauen. In Kuba oder Südamerika ein neues Leben beginnen. Davon träumt Marko, der immerhin eine der wenigen Lehrstellen im Ort ergattert hat. Katja träumt stattdessen von einer Beziehung mit Marko. Um ihrer Liebe auf die Sprünge zu helfen, wird sie schwanger. Doch das macht die Sache nur noch schlimmer. Marko verlässt Katja und geht nach Österreich. Zwischen dem Gerede der Nachbarn, der nervenaufreibenden Sorge um das Kleinkind und ihren eigenen Zukunftsträumen verliert Katja immer mehr den Überblick. Sie muss einfach mal raus. Als ihr neuer Freund Hannes sie zum Zelten mitnimmt, kann das Kind ruhig mal zu Hause bleiben. Doch dann dauert der Urlaub statt zwei Tagen zwei Wochen. Und am Ende ist das Kind tot.
Anne Rabe zeichnet so scharf wie einfühlsam das Bild einer Gegenwart und einer Generation, die sich verzweifelt der Perspektivlosigkeit und der Resignation der Älteren entgegenstemmt. In einem Umfeld von wachsender Gleichgültigkeit, Rückzug und Desintegration stellt sie die Frage nach gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung und den Ursachen menschlichen Scheiterns.
Die 23-jährige Anne Rabe studiert Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin und erhielt 2008 den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik für ihr Stück Achtzehn Einhundertneun – Lichtenhagen. Anna-Lena Kühner, Regie-Absolventin der Frankfurter Hochschule für Musik und Theater und Regieassistentin am Nationaltheater, wird Rabes neues Stück Als ob schon morgen wär im Studio uraufführen.
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15.04.2011, 20.00 Uhr, Zeitraumexit, Mannheim 16.04.2011, 20.00 Uhr, Zeitraumexit, Mannheim
Christina Baron, Christopher Felix Hahn, Lina Hermsdorf, Arnita Jaunsubrena, Sylvia Lutz, Deborah Neininger, Fabian Offert, Jan Rohwedder, Anna Schewelew, Lea Schneidermann, Kim Willems
Erneut gastiert das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft bei Zeitraumexit in Mannheim.
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15.04.2011, 20.00 Uhr, Gallustheater, Frankfurt am Main 16.04.2011, 20.00 Uhr, Gallustheater, Frankfurt am Main
Mit: Nils Kreutinger, Ronja Losert, Florian Mania, Annalena Müller, Robert Oschmann, Jonas Schlagowsky, Lisa Weidenmüller, Janina Zschernig (Alle HfMDK Schauspiel) / Musikalische Leitung und am Klavier: Günter Lehr / Regie: Robin Telfer
Szensicher Liederabend der Schauspielstudierenden
01.04.2011, 20.00 Uhr, Landungsbrücken Frankfurt 16.04.2011, 16.00 Uhr, Hörkunstfestival Nürnberg
Jost von Harleßem & Falk Rößler (beide ATW) / Dramaturgie: Mika Stolte (MA Dramaturgie)
Ein Tisch. Eine Leinwand. Zwei Telefone. Eine Kiste mit Knöpfen. Ein Klavier. Ein Koffer Dose. Flöte. Schreibmaschine.
Zwei Performer, die sich ernsthaft fragen, was es noch zu finden gibt. Links und Rechts. Oben und Unten. Und ob es sich lohnt, dafür aufzubrechen.
Für 11,50 Euro fährt Reiner Harscher für mich nach Kanada – und macht da wirklich hübsche Bilder, die heute fast jeder machen könnte. Der Fluch entdecken dürfen zu müssen, wo es nichts mehr zu entdecken gibt. Das Gleiche noch mal anders. Das Andere noch mal gleich. Doch auf jeden Fall in High Definition. Und auf jedem Fall in Dolby Surround.
Ein Lichtbildvortrag ohne Lichtbild. Ein Fluchtversuch nach Artikel 13.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, der Hessischen Theaterakademie und den Landungsbrücken Frankfurt
© Hessische Theaterakademie