| Newsletter | Suche |

Bühnenbild und Kostümbild an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main studieren heißt: auf der Höhe der Zeit sein. Die Fachrichtung unterscheidet sich grundlegend von den Studiengängen anderer vergleichbarer Institutionen. Die Ausbildung trägt der Tatsache Rechnung, dass sich das Arbeitsfeld des Bühnen- und Kostümbildners von der bloßen Ausstattungstätigkeit zu einem künstlerischen Handlungsmodus gewandelt hat, der den ständig wachsenden Bereich der bildnerischen Mittel als Potential begreift, zu nutzen weiß: Aspekte des spartenübergreifenden interdisziplinären Arbeitens werden erörtert und als work in process durchgespielt.
Neue Formen und Medien werden erforscht und zum Einsatz gebracht, Grenzüberschreitungen gewagt und erprobt. Von besonderer Bedeutung ist die Nähe und der Bezug zur Entwicklung der Bildenden Kunst: Die Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen Kunstdiskurs wird gesucht. Es versteht sich von selbst, dass darüber hinaus Sprache, Literatur und Musik im Fokus der Ausbildung stehen.
›StudienverlaufDas Grundstudium vermittelt das für die Berufsanforderungen notwendige Wissen auf den Gebieten Stückanalyse, szenische Konzeption, Dramaturgie, Entwurfsarbeit, Modellarbeit, Studioarbeit, Kostümentwurf, Materialforschung, Materialverarbeitung, Bühnentechnik und bühnentechnische Umsetzung, technische Zeichnung und technische Konstruktion sowie Inszenierung des Lichtes. Der Erarbeitung der Räume werden die jeweiligen räumlichen Charakteristika von Schauspiel, Musiktheater und Tanztheater zugrunde gelegt. Die Untersuchungen gehen von einer intensiven Modellarbeit aus, worin die szenischen Möglichkeiten dargestellt werden. In der "Studioarbeit", der 1:1-Umsetzung eines Raumentwurfs durch Herstellung eines inszenierten Raumes, wird das transformierte Modell auf Bühnenwirksamkeit untersucht. Hier werden auch die Fragen der Lichtführung und Lichtregie, des Tons, der Materialforschung und Materialverarbeitung sowie der technischen Zeichnung und Konstruktion erörtert. Der Studieninhalt des Hauptstudiums ist weit gefächert und reicht von der Erörterung des klassischen Bühnenraumes bis zu der am Experiment orientierten Arbeit. Hier stehen vor allem die Erforschung und Gestaltung neuer Theaterräume im Zentrum der Raumuntersuchung, Raumexperimente und szenische Improvisationen. Einmalig in der Landschaft der Ausbildungsstätten ist die Einbindung des Fachbereichs Bühnen- und Kostümbild in den institutionellen Rahmen der Hessischen Theaterakademie. Dies ermöglicht eine enge Zusammenarbeit der Studierenden des Offenbacher Studiengangs mit denen der weiteren Studiengänge in dem Studien- und Produktionsverbund. Die Studierenden haben die Möglichkeit, wechselseitig an den zentralen Lehrveranstaltungen der jeweils anderen Hochschulen teilzunehmen. Durch diese gemeinsame Nutzung der Lehrangebote wird nicht nur das theoretische Wissen der Studierenden auf eine breitere Basis gestellt, sondern auch der Praxisbezug gestärkt. Darüber hinaus können die Studierenden des Fachbereichs Bühnen- und Kostümbild im Rahmen der Theaterakademie die Hessischen Stadt- und Staatstheater zur praktischen Erprobung ihrer Studienergebnisse heranziehen: Theaterarbeit für Studierende unter professionellen Bedingungen.
Nachweis der allgemeinen Hochschulreife oder einer in Hessen erworbenen oder anerkannten fachgebundenen Hochschulreife oder eine vom Kultusminister als gleichwertig anerkannte Vorbildung und der Nachweis einer für das Studium entsprechenden künstlerischen Begabung; bei überragender künstlerischer Begabung kann vom Nachweis einer Hochschulzugangsberechtigung abgesehen werden
Geleitet wird der Studiengang Bühnen- und Kostümbild an der HfG Offenbach von der Künstlerin und Bühnenbildnerin Rosalie. Seit 1979 arbeitet sie für Schauspiel, Oper, Ballett und Film. Ihre Bühnenbilder wurden und werden in zahlreichen Produktionen an vielen nationalen und internationalen Theatern realisiert, darunter die Deutsche Oper Berlin, das Staatstheater Stuttgart, das Ballett Frankfurt oder die Bayreuther Festspiele. Die künstlerische Konzeption des Bühnen- und Kostümbildes von Rosalie basiert auf der Aktivierung und Anwendung markanter, moderner plastischer und visueller Elemente für die Theaterbühne. Charakteristisch für ihren auf formale Strenge und Reduktion ausgerichteten Stil ist ihre Vorliebe für kinematische Maschinerien, technoide Werkstoffe und modernste Lichtquellen.
To study stage and costume design at the Academy of Design Offenbach am Main means being at the forefront of developments. This branch of study differs fundamentally from programs at other comparable institutions. The training makes allowance for the fact that the role of a stage and costume designer has changed from the mere task of providing décor to an artistic modus operandi that grasps the potential of the ever growing field of visual tools and knows how to exploit them: Aspects of cross-genre and interdisciplinary work are discussed and tested as work-in-progress.
New forms and media are explored and employed; the overstepping of boundaries ventured and tested. A special focus lies on the proximity and reference to visual art: involvement with contemporary art discourses is encouraged. It goes without saying that language, literature and music are moreover also focused on in the program.
Course of Study
The undergraduate part of the program (Grundstudium) teaches basic professional knowledge in the fields of drama analysis, scenic conception, dramaturgy, drafting, model making, studio work, researching for material, processing material, stagecraft and technically translating an idea to the stage, technical drawing and technical construction as well as lighting design. Students are taught to develop the space based on the respective spatial characteristics of drama, opera and musical theatre and dance theatre. Research is grounded in intensive model building work displaying the scenic possibilities. In “studio work” - the 1:1 realization of a spatial design in a theatrical space - the transformed model is examined for its effectivity on stage. Problems of lighting management and lighting design, sound, researching and processing materials as well as technical drawing and construction are also discussed here. The curriculum of the graduate part of the program (Hauptstudium) features a wide choice of courses ranging from lectures on classical theatrical space to experimental work. The research here mainly focuses on the exploration and development of new theatrical spaces, spatial experiments and scenic improvisations. The integration of the Department for Stage and Costume Design in the Hessian Theatre Academy is unique in the institutional education landscape. It allows for close collaborations between students of the Offenbach program with other students in the study and production network. Students are given the possibility to visit key lectures at any of the other universities. This shared access to the courses on offer not only provides students with a wider basis of theoretical knowledge, but also strengthens their connections to artistic practice. Within the framework of the Hessian Theater Academy, students of the Department of Stage and Costume Design may moreover draw on the infrastructure of the Hessian municipal and state theatres to put into practice the results of their studies: theatre work for students in professional surroundings.
Lecturers
The director of the program Stage and Costume Design at the Academy of Design Offenbach/M (HfG) is artist and stage designer Rosalie. Since 1979, she has been working in the fields of drama, opera, ballet and film. Her stage designs have been and still are realized in numerous productions at many national and international theaters, among them Deutsche Oper Berlin, Staatstheater Stuttgart, Ballett Frankfurt or the Bayreuther Festspiele. The artistic concept behind Rosalie’s stage and costume designs is based on the activation and application of striking, modern sculptural and visual elements for the stage. Kinematical machinery, technoid materials and state-of-the-art light sources characterize her style, which is oriented towards formal strength and reduction.
© Hessische Theaterakademie