HessischeTheaterakademie

 
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von Studierenden der HTA

In der Strafkolonie nach Franz Kafka

Performance

Cecilie Ullerup Schmidt / Ana Berkenhoff

Text: "In der Strafkolonie nach Franz Kafka" von Heiner Müller.
Entstanden im Rahmen des Szenischen Projektes unter dem Blick von Laurent Chetouane und erstmals gezeigt im Rahmen des Symposiums "Heiner Müller Sprechen".

"Eine ebenso schlichte wie bannende Choreographie. Ana Berkenhoff in Cecilie Ullerup Schmidts Inszenierung, das ist ein böser Engel auf einer Bühne ohne Trost."
Nikolaus Müller- Schöll

„Um die Augen beginnt es. Von hier aus verbreitet es sich. Ein Anblick, der einen verführen könnte, sich mit unter die Egge zu legen.“ Franz Kafka

In einem leeren Raum von leuchtenden Wänden umgeben, quert ein maschinenhafter Frauenkörper durch die Zeit, den Blick in die Zukunft gerichtet streicht an ihr die Vergangenheit vorüber. Hypothetische Strafen werden verhängt.

In der Strafkolonie (1914) von Franz Kafka beschreibt ein Rechtssystem in einer Strafkolonie, die einen überdimensionierten Paragraphen als Handlanger hat. Die zentrale Frage von der Einheit von Schrift und Tod wurde von Heiner Müller verdichtet. Die eigentümliche Maschine ist ein humaner Service zwischen elektrischem Stuhl und Wellness Treat. Der unbekannte Verurteilte, der jeder ist, wird an der Schwelle zwischen Strafe und Erleichterung mit der Sprache umgebracht. Dem Publikum wird das Gebot, das es übertreten hat, auf den Leib geschrieben.

„Der Kern des Problems ist, dass man Töten denken kann. Wenn man es für notwendig hält, hat man nicht das Recht, es selbst nicht zu tun: es nur zu delegieren, wäre unmoralisch.“ Heiner Müller

Aufführungen

09.03.2016, 19.00 Uhr, HAU3 Berlin
08.03.2016, 19.00 Uhr, HAU3 Berlin
15.11.2015, 20.00 Uhr, Theater Aachen / Heiner Müller Symposium