HessischeTheaterakademie

 
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DIE SACHE MAKROPULOS

Exkursionsreihe "HTA Theater treffen"

Oper Frankfurt

Den Tod nicht mehr fürchten zu müssen, mutet auf den ersten Blick wie eine göttliche Gnade an. Emilia Marty hingegen schwebt zwischen Fluch und Segen: Nach einer 337 Jahre dauernden Existenz auf Erden naht das Ende ihrer Tage. Um jeden Preis möchte E. M. die Formel für ein lebensverlängerndes Elixier erneut in ihren Besitz bringen, selbige hatte sie einst ihrem Liebhaber Ferdinand Prus anvertraut. Sie schreckt vor nichts zurück, wähnt sie sich doch fast am Ziel. Die Hauptfigur in Janáčeks zynischer Oper Die Sache Makropulos trägt komödiantische wie groteske Züge. Anhand von Emilia Marty alias Ellian McGregor alias Eugenia Montez alias Elina Makropulos verhandelt der Naturfreund Janáček die utopische Frage nach den Vorzügen sowie den Konsequenzen der Unsterblichkeit. Mit ihrer realistischen Interpretation tragen der britische Regisseur Richard Jones und sein Bühnenbildner Antony McDonald sowohl der Faszination wie auch der Ablehnung gegenüber dem lebensverlängernden Mittel Rechnung. Janáčeks charakteristische Klangsprache kommt in diesem in Musik gesetzten Theaterstück zur vollen Entfaltung und verleiht Emilia Martys tragischer Zwangssituation eine hohe Plastizität.

Aufführungen

05.02.2016, 19.30 Uhr, Oper Frankfurt