HessischeTheaterakademie

 
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MA Dramaturgie

Paul North (Yale)

Theorie der Ähnlichkeit, Teil 1: Was „Ähnlich sein“ ist

Friedrich Hölderlin-Gastvorträge in Allgemeiner und Vergleichender Theaterwissenschaft

(Vortrag in englischer Sprache)

Wenn wir annehmen, dass das Grundelement von allem nicht Atome oder Gene, nicht Stoff oder Idee, sondern Ähnlichkeiten sind, was heißt das für Erscheinungen, wie wir sie normaler Weise erfahren? In diesem Projekt ist mein Experiment folgendes: Ich schlage Ähnlichkeit vor als Alternative zu Substanz, Macht, Phänomenen/Wahrnehmung, Materie/Energie, Form/Stoff und anderen Grundbestandteilen von Dualismen und Monismen. Doch Ähnlichkeit oder „So-Sein-Wie“ ist bekanntermaßen ein vages Kriterium. Das Projekt geht von dieser Vagheit als einer positiven Tatsache und ersten Voraussetzung aus: Alles kann allem ähneln. Es entwickelt weiterhin neue Vorstellungen von Wahrnehmung, Denken, kultureller Aktivität, Natur und Naturwissenschaft auf der Basis dieser Voraussetzung. Zentral ist dabei selbstverständlich die Frage, was „ähnlich sein“ ist. Mit Bezug auf Plato, Darwin, Roger Caillois und Walter Benjamin skizziert dieser Vortrag einige der klassischen Schwierigkeiten, die sich bei der der Beantwortung dieser Frage stellen.

Paul North ist Professor für deutsche Literatur und Kritische Theorie an der Yale University. Er ist Autor von The Yield: Kafka’s Atheological Reformation (2015) und The Problem of Distraction (2012) sowie Mitherausgeber von Messianic Thought outside Theology (2014) und der Buchreihe IDIOM bei der Fordham University Press.

Aufführungen

22.11.2016, 18.00 Uhr, Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, IG Farben-Haus, Raum 1.411