HessischeTheaterakademie

 
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mit Schauspielstudierenden

Die Stunde da wir nichts voneinander wussten

Ein Schauspiel von Peter Handke

Regie: Thomas Krupa; Bühne: Thilo Reuther; Kostüme: Ines Burisch; Musik: Mark Polscher; Video: Mark Findeklee; Dramaturgie: Tillmann Neuffer; Regieassistenz: Christiane Mattler; mit: Robert Besta; Georg Krause; Sebastian Kreutz; Stjepan Markovic; Jannek Petri; Thomas Schrimm; Timo Tank; Anna-Magdalena Beetz; Eva Derleder; Mona Petri; Denise Matthey (Schauspiel HfmdK); Lisa Schlegel; Teresa Trauth

Ein Platz, hier oder irgendwo und die Menschen, die ihn betreten, überqueren und bewohnen: Männer und Frauen, als Paare, Passanten, in Gruppen oder einzeln. Sie spazieren oder eilen, schlendern aneinander vorbei oder begegnen sich, bleiben stehen oder gehen wieder auseinander. Beschäftigt sind sie mit „Hakenschlagen, Schuheabklopfen, Armeausbreiten, Sich die Augen Beschirmen, Am Stock gehen, Leisetreten, Hutabnehmen, Sichkämmen, [...] das alles durcheinander, nicht ausgeführt, nur im Ansatz.“ Zwischendurch Pausen, Geräusche, Stille. Aber: Kein Wort fällt. Dennoch wird der Platz zu einem Ort eines Schau-Spiels im wörtlichen Sinn: Kleine Dramen ereignen sich, Geschichten entstehen und brechen wieder ab. Es entsteht ein flüchtiger, poetischer Bilderbogen alltäglicher Szenerien und fantastischer Traumwelten, ein Menschheitspanorama eines Augenblicks und über diesen hinaus – wobei das Welttheater auch zum Kasperle-Theater wird. Und jeder Zuschauer entwickelt in der Beobachtung und Interpretation der Vorgänge seine eigene, unterhaltsame Geschichte.
Handkes 1992 entstandenes erfolgreichstes Stück „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“ ist die konsequente Fortschreibung seines Dramas „Das Spiel vom Fragen“ (das in der herausragenden Inszenierung von Michael Simon am Badischen Staatstheater Karlsruhe zu sehen war). Erst jenseits der Worte erhalten die Dinge, die Menschen und das Alltägliche wieder ihren Wert, entsteht Poesie. Das (Zu-)Schauen ermöglicht dem Betrachter jenes mystische Erlebnis, das nach Handke das „Stärkste sei, was ein Mensch erfahren kann“.

Aufführungen

22.07.2011, 20.00 Uhr, Staatstheater Karlsruhe
19.07.2011, 20.00 Uhr, Staatstheater Karlsruhe
15.07.2011, 20.00 Uhr, Staatstheater Karlsruhe
12.07.2011, 20.00 Uhr, Staatstheater Karlsruhe
07.07.2011, 20.00 Uhr, Staatstheater Karlsruhe
26.06.2011, 19.00 Uhr, Staatstheater Karlsruhe
25.06.2011, 19.30 Uhr, Staatstheater Karlsruhe
19.06.2011, 19.00 Uhr, Staatstheater Karlsruhe
12.06.2011, 19.00 Uhr, Staatstheater Karlsruhe
10.06.2011, 20.00 Uhr, Premiere, Kammerspiele Frankfurt