HessischeTheaterakademie

 
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Sechs Skizzen eines Selbstporträts

HTA Tag

von und mit: Antigone Akgün, Elena Backhausen, Lily Busch, Andreas Fleck, Deborah Raulin, Ia Tanskanen (Studierende der Dramaturgie und CDPR, Goethe-Universität Frankfurt)

Antigone Akgün – AUS|SAGE|KRÄFTIG There's no business, like application-business: Zeig Dich. So, wie Du nicht bist, aber wir Dich sehen wollen. Verkaufe Dich, als wärest Du Dein*e eigene*r Staubsaugervertreter*in. Lobe Dich in den Himmel. The more fake, the more success!
Video: Christian Schuller

Elena Backhausen – Memorisement Memorisement, ein Programm zur Bearbeitung der eigenen Erinnerungen, wirbt damit, schmerzhafte Erfahrungen löschen und somit die eigene Persönlichkeit optimieren zu können. Was würde sich verändern, wenn wir rückwirkend Einfluss auf die Geschichten nähmen, die uns zu dem Menschen werden ließen, der wir heute sind? Zwischen Reflexionen über das menschliche Gedächtnis und der Frage nach der eigenen Identität, entsteht der Versuch einer Neuschreibung des Selbst.

Ia Tanskanen – Heute wird eine Seele verkauft! Heute wird eine Seele verkauft! ist eine szenische Untersuchung über die Thematik des prekären Künstlerseins. Es ist ein performativer Versuch, entlang der Grenze der Kunst und des Wannabe-Kabaretts, genau an dem Ort wo sich auch die Unicorns befinden. “Is this biography porn or just modified truth? Well, it doesn’t matter since you are already here.”

Lilly Busch – Behauptungen Was lässt sich mit Bildern und Worten anfangen, über die von vornherein ein Urteil festgeschrieben scheint? Steht es mir zu, die Bedeutungsschwere mancher Dinge zu verweigern? Ein Versuch über die Konstruktion von Authentizität und Eindeutigkeit in vier Schritten.

Andreas Fleck – gemeinsam getrennt Pandy ist Cheerleader und mein Alter-Ego. Er ist Bühnen- und Kunstfigur, aber irgendwie ist er auch ich. Oft habe ich das Gefühl, er würde sich meine Gedanken aneignen, um sie in seinem Namen zu veröffentlichen. Aber eignen sich diese überhaupt dafür? In einem persönlichen Gespräch versuche ich mehr über unser Verhältnis zu erfahren. Teilen wir ein Leben oder nur diese Bühne? Am Ende bleiben wir wohl gemeinsam getrennt.

Dauerausstellung: Deborah Raulin – Zeitreisemaschine Eine interaktive Audio- und Objektinstallation zur kybernetischen Spurensuche der eigenen Identität. Im Zentrum steht die Reisesehnsucht eines Vaters und seiner Tochter. Die Betrachter*innen sind eingeladen, sich auf ein Experiment des Entbergens einzulassen. Nach und nach gibt die Maschine Versatzstücke zweier Biografien preis, die sich trotz 40 Jahren zeitlichen Abstands erstaunlich ähnlich sind, dennoch so phantastisch, dass sie kaum möglich scheinen. Es gilt, dem Entdeckertrieb freien Lauf zu lassen!

Aufführungen

20.10.2018, 16.00 Uhr, Frankfurt LAB