HessischeTheaterakademie

 
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Innerer Wandel

HTA Tag

von: Sabrina Bock

Wir sind selten „selbst-zufrieden“, wollen uns ständig „anders“ und am liebsten wollen wir das haben und sein, was wir gerade nicht sind. Das gilt auch und vor allem für unseren Körper, denn der Körper ist sozusagen unsere „sichtbare“ Identität. Durch ihn als Ausdruck sehen uns andere Menschen, durch ihn zeigen wir uns nach außen, durch den Körper wird unser innerer Zustand nach außen sichtbar - eben „verkörpert“. Zwar müssen wir Gegebenheiten wie Körpergröße oder Form akzeptieren, dennoch wollen wir uns gleichzeitig verändern. Wir wollen dünner, dicker, muskulöser, definierter werden. Der Prozess der permanenten inneren Veränderung wird nach außen sichtbar durch unseren Körper. Zudem spielen äußere Einflüsse eine Rolle - so finden tägliche Wechsel statt. Unser Ich ist flüssig, also das was wir ICH nennen, von dem wir glauben, ICH zu sein. Äußere Einflüsse sind Kultur und Begegnungen - jeder Mensch, dem wir begegnen - sei es Freund oder Fremder - beeinflusst uns. Ob ich will oder nicht, es geschieht unbewusst. Alles nehmen wir in unserem Unterbewusstsein auf und es „wirkt“, fließt in meine Vorstellung von meinem ICH mit ein. Jeden Tag. Jede Stunde.Jede Minute. Jeder scharf umrissene Moment der Erkenntnis: „So bin ICH“ verblasst im nächsten Augenblick. Identität ist vergänglich. Das Ich ist im ständigen Wandel.

Aufführungen

20.10.2018, Installation, Z - Zentrum für Proben und Forschung