HessischeTheaterakademie

 
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von Studierenden der HTA

DAS STEREO PROJEKT Zum aktuellen Stand des Forschungsprojektes und zu den praktischen Grundlagen des Stereosehens

Performance

Helen Brecht und Jacob Bussmann
unterstützt von: Janina Arendt, Kristin Gerwien, Tanja Kodlin, Maxi Zahn

Das STEREO PROJEKT arbeitet an der Wiedereinführung des Stereobildes als legitime Repräsentationsform von Welt. Die Technik, zwei Bilder in einem Augenabstand aufzunehmen und in einer eingeübten Sehpraxis zu einem virtuellen Bild zu vereinen, entstand um 1850, und wurde von der normativen Ein-Bild-Politik des frühen 20. Jh. verdrängt. Die einfache Fotografie und das Filmbild betäuben uns Betrachter mit einem schon immer vorgefertigten und synthetisierten Wahrnehmungsbild – und berauben uns so um den Moment, in dem sich Sehen ereignet und erfahren lässt. Das STEREO PROJEKT entwickelt auf der Grundlage der Theorien des belgischen Optikers Liewe Evert Willen van Albada (1886-1955) und in Kooperation mit der Raumfahrtbehörde der NASA das Stereo-Archiv der wichtigsten Ereignisse der Welt und der Sonne. Wir sind aufgefordert, den gewohnten Funktionszusammenhang zwischen unseren zwei Augen aufzulösen, die Augen zu kreuzen, stereo zu sehen – um eine andere, emanzipiertere Sicht und Verständnis der aktuellen Entwicklungen freizulegen.
* Der Eintritt ist frei. Wegen begrenzter Platzanzahl bitten wir um Anmeldung: live@artlab.ae.mpg.de

Aufführungen

20.12.2018, 20.00 Uhr, ArtLab, Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik Frankfurt