HessischeTheaterakademie

 
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Der offene Mund

Vortrag

Lorenz Aggermann

Seit der Antike gilt der Blick als konstitutiv: Sowohl Theater als auch Theorie leiten sich von „thea", altgriechisch für „Schau" ab. Und Theater ist vor allem - selbst wenn es Undarstellbares verhandelt - eine Kunst für Zuschauer. Der offene Mund, der die europäische Theatergesichte von den antiken Masken bis hin zur zeitgenössischen Performance durchzieht, ist dabei nicht nur das Ergebnis künstlerischen Ausdrucks, in ihm zeigt sich auch die Reaktion des Publikums. Aber was sehen wir, wenn wir den offenen Mund sehen? Diese Überlegung nimmt der Theatertheoretiker Lorenz Aggermann zum Anlass, die zentrale und augenfällige Weitung mitten im Antlitz des Menschen auf ihr performatives und symbolisches Potenzial hin zu befragen.
Lorenz Aggermann, Theatertheoretiker, lebt in Zürich und Wien.

Konzipiert von Esther Boldt und Friederike Thielmann. In Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm und Tanzlabor_21 / Tanzbasis Frankfurt_Rhein_Main. Unterstützt von der Hessischen Theaterakademie und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

Aufführungen

14.06.2011, 20.00 Uhr, Künstlerhaus Mousonturm, Studio.