HessischeTheaterakademie

 
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Workshops des TLB_21 für professionelle Tanzschaffende

Workshop

Ausgerichtet vom TLB_21; Refrenten: Dieter Burch, Melanie Suchy, Heike Scharpf, Anja Hauschild

Als Ergänzung seines Angebots bietet das Tanzlabor_21 eine Workshopreihe für Tanzschaffende zu den Themen Produktionsmanagement, Presse- und ...ffentlichkeitsarbeit, Schreiben über Tanz sowie Transition an.

CHOREO-PHOTO-GRAPHY

Ein Kompositionsworkshop von David Bergé und Elizabeth Waterhouse


14.10.2011 (14-17.00 Uhr) und Samstag 15.10.2011 (12 – 19.00 Uhr)


Beschreibung:

Dieser Workshop stellt ein Umfeld für das Initiieren von Projekten dar, die sich aus einem kollektiven Anfang ergeben werden. Zu Beginn des Workshops werden wir anhand von Beispielen fundamentale Fragen diskutieren. Was ist Tanz und Choreografie? Was ist ein Bild und Fotografie? Was teilen diese Medien und wo unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer Ausübung, des kreativen Prozesses, Produktionsarten und der Betrachter?

Ausgehend von gemeinsamen Betrachten von Bildern und Bewegungen konzentrieren wir uns auf die Fähigkeit, Wahrnehmung zu artikulieren: wie das Auge das Blickfeld rahmt, selektiert und visuelle Informationen versteht. Dies werden wir auch durch körperliche Untersuchungen von Situationen des Bewegungserfassens und des zielgerichteten Schauens entwickeln.



Während Diskussionen das Fundament des Workshops bilden, liegt der hauptsächliche Fokus auf räumlichen Übungen sowohl mit und ohne Kameras, um Zugänge zur choreografischen Organisation zu entwickeln. Der Impuls der Workshopleiter am ersten Tag wird sich hinsichtlich selbstinitiierter Vorschläge verschieben. Durch das Erforschen der Regeln fotografischer Komposition bekommen die Teilnehmer nicht nur ein Gefühl für die Organisation des zweidimensionalen Bildrahmens, sondern auch für den dreidimensionalen Raum. Obwohl eventuell Fotos entstehen werden, ist der Prozess ihrer Produktion wichtiger als das Foto als Objekt. Es ist keine fotografische Ausrüstung notwendig.



David Bergé ist ein Fotograf, der an der Schnittstelle von Fotografie und Choreografie arbeitet. Seine künstlerische Arbeit besteht aus performativen Gehprojekten, Performance-Installationen, in Choreografien integrierte fotografische Projektionen und der klassischen fotografischen Tätigkeit. Seine Arbeiten wurde am TanzQuartier Wien (AT), WorkSpace Brussels (BE) und Netwerk Aalst (BE) gezeigt. Künstlerische Zusammenarbeiten u.a. mit den Choreografen DD Dorvillier (US), Trajal Harrell (US), Marc Vanrunxt (BE) und dem Lichtdesigner Jan Maertens (BE). www.papa-razzi.be



Elizabeth Waterhouse ist Tänzerin und Theoretikerin und lebt in Frankfurt am Main. Ihre Forschungsaktivitäten beinhalten zeitgenössische Tanz-Performances und Choreografie, Tanzpädagogik, Textstudien und Dramaturgie. Als Mitglied der Forsythe Company (2005-2011) war Elizabeth Beraterin bei Synchronous Objects und der interdisziplinären Forschungsgruppe Dance Engaging Science. Ihr Text wurde im Buch Theater ohne Fluchtpunkt veröffentlicht. Ihre Zusammenarbeit mit David Bergé begann 2006 als er einen Artikel für das Etcetera Magazin in Auftrag gab, der Munkácsis Lindy-Hop-Fotografien kontextualisierte.



Ort: Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Eschersheimer Landstraße 29-
39, 60322 Frankfurt am Main.

Workshopgebühr: € 30,- (freie Teilnahme für Studierende von BAtanz, MACuP und MAztp)

Anmeldung: Der Workshop ist auf 12 Teilnehmer begrenzt. Künstler mit jeglichen Hintergründen können sich bewerben. Um einen Platz zu reservieren bitte eine E-Mail mit kurzer Interessensbekundung und Informationen zur Person an choreophoto@googlemail.com schicken.



Deadline: 07.10.2011.



Schreiben über Tanz - Dozentin: Melanie Suchy
19. – 21.10.2011, jeweils 14-18 Uhr

Schreiben über Tanz
Ähnlich wie die Körper in einer Choreographie versuchen die Worte zwischen Konkretem und Imaginärem zu vermitteln. Das Schreiben über zeitgenössischen Tanz bietet vielfältige Herausforderungen und Entfaltungsmöglichkeiten nicht nur für Wortschaffende. ChoreographInnen und TanzdramaturgInnen haben häufig die Aufgabe, Tanz in Worte zu fassen und zu vermitteln - sei es an Beteiligte eines Projektes, an ein Publikum oder an Förderer.
Das Ziel des Workshops ist es, aus dieser Perspektive heraus sowohl praktische als auch künstlerische Zugänge zum Schreiben über Tanz zu erschließen. Während ein Augenmerk des Workshops auf dem Verfassen von Ankündigungs- und Programmhefttexten sowie dem Verschriftlichen von Konzepten liegt, wird auch das kreative Potenzial des Schreibens als Arbeitsinstrument und Ideenkatalysator thematisiert. Als Betrachtungs- und Übungsgrundlage dienen Vorschläge der Teilnehmer, gerne auch aus eigenen Arbeiten oder aktuellen Projekten.


Melanie Suchy studierte Musiktheater-, Theater- und Tanzkritik an der HfMDK in Frankfurt am Main. Seitdem arbeitet sie als freiberufliche Journalistin mit Schwerpunkt Tanz und schreibt hauptsächlich für Kultur- und Fachzeitschriften wie TANZ, K.West, Kultiversum sowie für verschiedene Tageszeitungen.
Sie wurde in diverse Kuratorien und Jurys für Künstlerpreise und Produktionsförderungen berufen, war an der Stückeauswahl für die Tanzplattform Deutschland 2010 in Nürnberg beteiligt und kuratierte 2009 und 2010 das „Tanzpanorama“ von ID_Frankfurt.

Anmeldung bis 04. Oktober 2011 mit Lebenslauf, Motivationsschreiben und ggf. Textproben unter kontakt@tanzlabor21.de
Begrenzte Teilnehmerzahl
Teilnahmegebühr: 30,- EUR / ermäßigt 20,- EUR

Transition: Tanz! – Und dann? - Dozentinnen: Heike Scharpff / Anja Hauschild
12.12.2011, 12 Uhr

In zwangloser Atmosphäre und mit kleinem Buffet findet nach dem Profitraining eine Informationsveranstaltung mit Heike Scharpff (Projektleiterin der Geschäftsstelle TANZ - Transition Zentrum Deutschland) und Anja Hauschild (Vorstand tamed e.V.) statt.

Die Stiftung TANZ wurde im Januar 2010 gegründet und bietet TänzerInnen Unterstützung für den Übergang in einen Beruf nach der aktiven Tanzkarriere. Um diesen Übergang bewusst gestalten zu können, ist es wichtig und sinnvoll, sich möglichst früh, d.h. auch parallel zur Tanzkarriere, zu informieren. Heike Scharpff informiert über BAföG-Altersgrenzen für diejenigen, die langfristig noch ein Studium anstreben, von der Arbeitsagentur geförderte Umschulungen, die Bildungsprämie und vieles mehr.
Die Gesundheit von TänzerInnen zu erhalten und zu fördern, ist das Ziel von tamed, Tanzmedizin Deutschland e.V. Anja Hauschild informiert über die vielfältigen Angebote der größten nationalen Organisation für Tanzmedizin - von tanzmedizinischer Beratung, über Trainingsbegleitung, medizinischer Versorgung, bis hin zum Wiedereinstieg nach Verletzungen.. 

Heike Scharpff ist Projektleiterin der Stiftung TANZ, Diplom-Psychologin, Theaterregisseurin, Mitbegründerin der Waggonhalle Marburg sowie Drama- und Theatertherapeutin.

Anja Hauschild studierte Bühnentanz an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Verletzungsbedingt beendete sie ihre Tanzkarriere frühzeitig und studierte Humanmedizin in Dresden. Seit 2011 absolviert sie ihr Praktisches Jahr am Universitätsklinikum Frankfurt und engagiert sich in der Versorgung und Rehabilitation verletzter Tänzerinnen und Tänzer. Sie ist im Vorstand von tamed und Leiterin der Ausbildung Zam (Zertifikat für Tanzmedizin).

Eintritt frei

Anmeldung erbeten bis zum 05.12.2011 unter kontakt@tanzlabor21.de

Alle Veranstaltungen finden im Künstlerhaus Mousonturm, Waldschmidtstr. 4, 60316 Frankfurt statt.

Weitere Workshops und Veranstaltungen zu den Themen Presse- und ...ffentlichkeitsarbeit, Fundraising, Veranstaltungstechnik und Transition sind für 2012 in Planung.

Aufführungen

20.09.2011–12.12.2011, Künstlerhaus Mousonturm