HessischeTheaterakademie

 
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mit Schauspielstudierenden

Orpheus steigt herab

Inszenierung

von Tennessee Williams / Regie: Sebastian Schug / Bühne: Thimo Plath / Kostüme: Nicole Zielke / Musik: Johannes Winde / Video: Nazgol Emami / Dramaturgie: Nina Steinhilber / Mit: Ute Baggeröhr, Benjamin Berger, Joanna Kitzl, Hannes Fischer, Ursula Grossenbacher, Georg Krause, André Wagner, Antonia Mohr, Janina Zschernig (4. Jahr Schauspiel HfMDK), Simon Bauer, Laura Machauer, Eva Derleder, Maria Lampert-Füllbeck

Eine Kleinstadt im amerikanischen Süden: Im Gemischtwarenladen des todkranken, tyrannischen Jabe Torrance und seiner Frau, Tochter eines italienischen Einwanderers, taucht ein junger Mann auf. Val xavier, reisender Musiker, wird von Lady Torrance als Verkäufer angestellt. Die Lady fühlt sich zu dem Fremden hingezogen, für einen Moment scheint es sogar, als könnte er der Held sein, der sie aus ihrer trostlosen Kleinstadthölle erlöst. Dann erfährt sie, dass ihr Mann als Anführer einer „mystischen Heerschar“ fanatischer Rassisten für den Brandanschlag verantwortlich ist, bei dem ihr Vater vor Jahren ums Leben kam. Jetzt will Lady Torrance Rache. Val erkennt die Gefahr und plant, die Stadt zu verlassen. Doch eine unerwartete Nachricht hält ihn zurück. Er zögert – und besiegelt damit sein Schicksal.

Das kräftige, emotionale Drama, das von einem außergewöhnlichen Kampf um etwas Lebendiges in einer dem Tod geweihten Welt erzählt, ist die 1957 umgearbeitete Version von Tennessee Williams’ erstem Stück Schlacht der Engel. Williams übersetzt den Orpheus-Mythos in eine amerikanische Südstaaten-Kleinstadt und zeichnet das Bild einer gnadenlosen, fremdenfeindlichen Gesellschaft. In dieser Unterwelt regieren Stumpfsinn, Brutalität und Hoffnungslosigkeit, ihre Bewohner sind tickende Zeitbomben. Val xavier, der Mann in der Schlangenhaut, ist Williams’ Orpheus, der hinabsteigt, um Eurydike zurück ins Leben zu holen. Im Mythos wird es Orpheus verboten, sich beim Verlassen der Unterwelt nach Eurydike umzudrehen. Weil er es dennoch tut, verliert er sie für immer. Bei Tennessee Williams trifft die leidenschaftliche Heldin am Ende eine radikale Entscheidung. Mit dem Mut der Verzweiflung befreit sie sich selbst von ihren Fesseln – und triumphiert für einen kurzen Augenblick über den Tod.

Sebastian Schug studierte Regie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Seine Abschlussinszenierung von Lorcas Sobald fünf Jahre vergehen wurde 2005 bei der „Woche junger Schauspieler“ mit dem Bensheimer Theaterpreis der Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnet und zum Internationalen Theaterfestival Warschau eingeladen. Für seine Heidelberger Inszenierung von Tschechows Iwanow wurde er in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Theater heute als „Bester Nachwuchskünstler“ nominiert, mit Lars von Triers Idioten kam er in die Vorauswahl zum Berliner Theatertreffen. Er arbeitet u. a. am Schauspielhaus Wien und an den Staatstheatern Kassel, Braunschweig und Hannover.

Aufführungen

04.07.2012, 19.00 Uhr, zum letzten Mal, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
22.06.2012, 19.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
21.06.2012, 19.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
15.06.2012, 19.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
14.06.2012, 19.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
08.06.2012, 20.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
07.06.2012, 19.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
03.06.2012, 19.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
27.04.2012, 20.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
15.04.2012, 19.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
07.04.2012, 19.30 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
29.03.2012, 20.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
10.03.2012, 19.30 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
01.03.2012, 20.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
17.02.2012, 20.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
10.02.2012, 20.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
03.02.2012, 20.00 Uhr, Kleines Haus, Badisches Staatstheater Karlsruhe
31.01.2012, 20.00 Uhr, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Kleines Haus
28.01.2012, 19.30 Uhr, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Kleines Haus
26.01.2012, 20.00 Uhr, Premiere, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Kleines Haus