HessischeTheaterakademie

 
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MA Dramaturgie

Work in Progress

Performance

Florian Heller, MA Dramaturgie / Moritz Gleditzsch, Geschichte/Philosophie / Sophie Osburg, TFM/AVL / Sophie Burger, TFM/AVL / Lisa Gehring, TFM/Romanistik / Tim Schuster, Doktorant Theaterwissenschaft / Leon Gabriel, Doktorand Theaterwissenschaft / Julia Schade, TFM/AVL / Sara Örtel

Ein Raum mit vier Türen, mit schwarzen Vorhängen verhängte Wände, keine Fenster. Die Deckenbeleuchtung teilt diesen Raum in drei Teile. Es gibt eine einfache technische Ausstattung, 40 Stühle, sieben Performer, vielleicht ein Publikum. Der Ursprung der Bewegung ist nicht greifbar und wird retrospektiv festgelegt. Im Rückblick glaubt man die Bewegung als Ganzes erkennen zu können. Doch weder Anfang noch Ende sind festzustellen. Es sind die sieben Performer, die sich in (einer) Bewegung befinden, aber es sind die Zuschauer, die ihr einen Anfang geben, sie von außen klassifizieren, analysieren, interpretieren und sie schließlich zu einem Ende bringen. Alles wie immer, eigentlich.
Die Distanz zur Bewegung vermittelt den Eindruck ihrer Lesbarkeit, doch der subjektive Blick kann keine allgemeine Sicht beanspruchen. Dabei entsteht eine Ambivalenz zwischen Totalität und Einzelnem. Während die Bewegung immer weiter läuft bleiben dem Einzelnen nur verschiedene Blickpunkte, um seine Sicht der Dinge als kohärente Narration zu konstruieren. Arty Chock zeigen nicht ohne Hintergedanken ihre neue Arbeit als work in progress.

Das Kollektiv Arty Chock wurde 2009 in Frankfurt gegründet und hat seitdem diverse ortsspezifische Performances im sogenannten öffentlichen Raum inszeniert, darunter WHICH SITE ARE YOU ON (2009) und 60314 (2010). work in progress ist ihre erste ortsspezifische Arbeit in einer black box.

Aufführungen

05.08.2012, 19.00 Uhr, Frankfurt Lab, Halle2