HessischeTheaterakademie

 
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MA Dramaturgie

Christian Biet: Spectators and Heterotopia in the French Theatre

Friedrich Hölderlin-Gastvortrag in Allgemeiner und Vergleichender Theaterwissenschaft

Eine Veranstaltung des Lehrstuhls Theaterwissenschaft am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Leitung: Prof. Dr. Nikolaus Müller-Schöll / Kooperation mit dem Erasmus Mundus Program in Performing Arts, der Hessischen Theaterakademie und dem Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität

Unter Rückgriff auf den Aufsatz „Zu einer Dramaturgie der Erscheinung. Ein ästhetisches und politisches Verständnis des Theaterereignisses als Versammlung“ (vgl. Performance research, 14, 3, 2009) sollen zu Beginn des Vortrags die Begriffe der „Versammlung“ (séance) und „Erscheinung“ (comparution) entwickelt werden. Im Anschluß daran soll versucht werden, die Theatererfahrung – diejenige der Versammlung und der „Aufführung“ im weitesten Sinne (als Begegnung zwischen Publikum und Darstellern) – als Gestaltwerdung, Darstellung und Vorstellung zahlreicher „Heterotopien“ zu begreifen. Selbstverständlich kommt der Begriff von Theater als einer Heterotopie von Foucault, doch muss er für die Theatertheorie in gesellschaftlichen, ästhetischen und historischen Begriffen neu definiert werden. Dies wird unter Bezugnahme auf uns bekannte historische Elemente des Theaters der Frühen Neuzeit (in der das Theater schon „postdramatisch“ war) versucht, doch zugleich auch mit Blick auf Theater und Performance von heute.

Vortrag in englischer Sprache
 
Christian Biet ist Professor für Theaterwissenschaft an der Université Paris Ouest-Nanterre. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte, Literatur und Ästhetik des Theaters des 17. Jahrhunderts sowie der Gegenwart, das Verhältnis von Theater, Recht und Ökonomie sowie die szenische Darstellung von Gewalt. Er ist Mitglied des Institut Universitaire de France (seit 2006). Zahlreiche Veröffentlichungen u.a.: Miroirs du Soleil. Le Roi Lous XIV et ses artistes (1989), Œdipe en monarchie, tragédie et théorie juridique à l'âge classique (1994), Droit et littérature sous l'Ancien régime. Le jeu de la valeur et de la loi (2002), Théâtre de la Cruauté et récits sanglants en France (2006), Qu'est-ce que le théâtre? (2006), Théâtre et cinéma militants. Une histoire du spectacle militant 1966-1981 (Mit-Hg. 2007), Tragédies et récits de martyre (France, fin XVIe-début XVIIe siècle), (Mit-Hg. 2009), Théâtre, arts et violence dans l’Europe de la fin du XVIe et du début du XVIIe siècle (Mit-Hg. 2010), Law and humanities, Jg. 5, Nr. 2, Juni 2011 (Mit-Hg. 2011).

Aufführungen

29.11.2012, 18.00 Uhr, Uni Campus Westend, Grüneburgplatz 1, Raum IG 1.411