HessischeTheaterakademie

 
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MA Dramaturgie

Marita Tatari: Handlung als Existenz des hegelschen Ideals. Eine Ausweitung des Dramas

Friedrich Hölderlin-Gastvortrag in Allgemeiner und Vergleichender Theaterwissenschaft

Eine Veranstaltung des Lehrstuhls Theaterwissenschaft am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Leitung: Prof. Dr. Nikolaus Müller-Schöll / Kooperation mit dem Erasmus Mundus Program in Performing Arts, der Hessischen Theaterakademie und dem Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität

Hegels Auffassung der dramatischen Handlung, die sich vorrangig an der antiken Tragödie orientiert, bleibt für das Verständnis des Dramas bis heute maßgeblich. Dabei wird jedoch übersehen, dass Handlung ein grundlegender Begriff in Hegels Ästhetik ist, der sich durch alle Künste hindurchzieht, wenngleich er im Drama seine vollständigste Gestaltung findet. Der Vortrag arbeitet diesen allgemeinen Begriff der Handlung heraus und rückt die dramatische Handlung in dessen Perspektive. Es geht darum, mit Hegel die Bedingungen seiner Auffassung der dramatischen Handlung zu begreifen. Denn über Hegel hinaus fordern diese Bedingungen, die Frage, was Handlung im neuen Drama und jenseits von ihm, in neuen Theaterformen, ist, jeweils radikal neu in den Blick zu nehmen.

Marita Tatari ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Sie wurde 2005 in Strasbourg bei Jean-Luc Nancy mit einer Arbeit promoviert, die den Titel trägt Die Erfahrung der Dichtung in Heideggers ‚Wozu Dichter?’. Auslegung und Mit-teilen des Seins. Danach arbeitete sie als Postdoc-Stipendiatin des griechischen Staates über Das Ende der Kunst als Erscheinungsort des Göttlichen bei Hegel. Sie lehrte an den Universitäten auf Kreta, in Patras, Bochum und Leipzig und war Gastwissenschaftlerin am Graduiertenkolleg „InterArt“ der FU Berlin. Seit September 2011 arbeitet sie auf einer DFG-Forschungsstelle an ihrer Habilitation zum Thema: Dramatische Eröffnung der Freiheit in heutigen Theaterformen. Eine Revision des Dramenbegriffs im Ausgang von Hegels Ästhetik.

Aufführungen

17.01.2013, 18.00 Uhr, Uni Campus Westend, Grüneburgplatz 1, Raum IG 1.411