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mit Schauspielstudierenden

Frühlings Erwachen

Eine Kindertragödie von Frank Wedekind

von Frank Wedekind

Regie: Tilman Gersch / Bühne & Kostüme: Miriam Grimm / Musik: Stefan Goetsch / Dramaturgie: Anika Bárdos

Mit: Nils Kreutinger (Absolvent HfMDK Schauspiel), Rajko Geith (4. Jahr Schauspiel HfMDK, Benjamin Krämer-Jenster, Evelyn M. Faber, Magdalena Wiedenhofer u.a.

‚O Mutter, warum hast du mir nicht alles gesagt?‘ fragt die 14jährige Wendla ihre Mutter, kurz bevor sie stirbt. Auf ihrem Grabstein wird stehen: ‚Gestorben an der Bleichsucht‘ – es soll kein Zweifel über die Todesursache aufkommen. In Wirklichkeit war Wendla schwanger und ist an den Folgen eines Abtreibungsversuchs gestorben, den ihre Mutter angeordnet hat. Nicht ganz so ahnungslos wie Wendla ist Melchior, der Wendla auf einem Heuboden verführt hatte – oder sie ihn. Melchior kennt sich mit der menschlichen Anatomie ziemlich gut aus und kann in diesen Dingen seinem Freund Moritz auf die Sprünge helfen, den die Unberechenbarkeiten seines Körpers zunehmend verwirren. Aber weil die Scham der beiden Jugendlichen groß ist, gibt ihm Melchior seine Erklärungen schriftlich. Kurz darauf schafft Moritz die Versetzung in die nächste Klasse nicht und sieht keinen anderen Ausweg mehr, als sich zu erschießen. Als Melchiors aufklärendes Schreiben bei dem Toten gefunden wird, ist allen klar, wer der Sündenbock ist.

Inspiriert von einer tatsächlichen Begebenheit schrieb Wedekind mit ‚Frühlings Erwachen‘ ein gesellschaftskritisches Dokument über die Nöte heranwachsender Jugendlicher zwischen Leistungsdruck und erwachender Sexualität, die an der Verständnislosigkeit ihres Umfelds zu zerbrechen drohen.

Tilman Gersch, Regisseur und Mitglied der Schauspielleitung, hat sich neben großen klassischen Stoffen – ‚Hamlet‘, ‚Nathan der Weise‘, ‚Romeo und Julia‘ – der zeitgenössischen Dramatik gewidmet: u.a. der Erstaufführung ‚Der Turm‘ nach dem Roman von Uwe Tellkamp und der Uraufführung ‚Das wollt ihr nicht wirklich‘ von Bettina Erasmy. In der Spielzeit 2011/2012 eröffnete er die Schauspielsaison im Großen Haus mit dem Hauptwerk der deutschen Klassik: ‚Faust. Der Tragödie erster Teil‘. Es folgte die äußerst erfolgreiche Romanadaption von Hans Falladas ‚Der eiserne Gustav‘.

Aufführungen

28.06.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus
19.06.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus
19.04.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus
04.04.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus
11.03.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
19.02.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus
19.01.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus
06.01.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus
15.12.2012, 19.30 Uhr, Großes Haus, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
02.12.2012, 19.30 Uhr, Großes Haus, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
25.11.2012, 19.30 Uhr, Großes Haus, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
16.11.2012, 19.30 Uhr, Großes Haus, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
07.11.2012, 19.30 Uhr, Großes Haus, Hessisches Staatstheater Wiesbaden