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Die Opferung von Gorge Mastromas

Inszenierung

von Dennis Kelly / Regie: Christoph Mehler / Bühne: Jochen Schmitt / Kostüme: Anne Hölzinger / Musik: Alexander Britting / Dramaturgie: Sibylle Baschung / Mit u.a.: Isaak Dentler, Torben Kessler, Till Weinheimer, Sandra Gerling, Daniel Rothaug (4. Jahr HfMDK Schauspiel), Thomas Huber

Gorge Mastromas wurde 1976 gezeugt. Irgendwo in Europa. Seine Eltern hatten sich schon eine Weile lang nicht mehr geliebt, deswegen entsprang der Akt eher einem unausgesprochenen Schuldgefühl als Liebe oder Leidenschaft. Gorge entwickelt sich zu einem durchschnittlichen, intelligenten Kerl, der in seinem Leben immer wieder an den Scheideweg kommt, der entweder zu Erfolg oder Misserfolg, Beliebtheit oder Unbeliebtheit, Glück oder Unglück führt. Das geht schon in der Schule los: Hält er zu seinem besten Freund, auch wenn dadurch der Absturz in die untersten Regionen der sozialen Hackordnung droht? Oder verrät er ihn, um weiterhin zu den Beliebten und Erfolgreichen zu gehören? Gorge bleibt loyal. Ob aus Anstand oder Feigheit – das weiß er selber nicht. Gorge lernt, dass Anstand und Nettigkeit stets Unglück, Misserfolg und Unbeliebtheit nach sich ziehen. Bis ihm jemand die Augen öffnet und er ein neues Leben beginnt: skrupellos, kreativ, wagemutig – und erfolgreich. Und was ist mit der Opferung, auf die der Stücktitel hinweist? Und wohin führt sie?
Dennis Kelly stellt in seinem Auftragswerk für das Schauspiel Frankfurt die Frage nach dem Wesen der Moral und den Missverständnissen, auf welchen der sogenannte Erfolg – von dem wir mittlerweile längst wissen, dass er keiner ist – des neoliberalen Egoismus fußt. In seinen mehrfach ausgezeichneten Texten beweist der gebürtige Londoner Dramatiker nicht nur ein untrügliches Gespür für zeitgenössische Themen, sondern einen ebenso präzisen Blick bei deren Analyse wie auch das künstlerische Vermögen, neuen Inhalten mit unterschiedlichen Formen und Mitteln zu begegnen.

Der Regisseur Christoph Mehler war bis 2006 Leiter der Spielstätte Box und Bar im Deutschen Theater Berlin. Er inszeniert u. a. am Staatstheater Nürnberg, Staatstheater Braunschweig, Staatstheater Mainz sowie am Schauspielhaus Wien und am Theater Dortmund. Seit der Spielzeit 2011 / 12 ist er Hausregisseur am Schauspiel Frankfurt, wo er u. a. »Hautnah« von Patrick Marber, »Liliom« von Franz Molnar und »Iwanow« von Anton Tschechow auf die Bühne brachte.

Aufführungen

05.05.2013, 18.00 Uhr, Schauspiel Frankfurt, Kammerspiele
08.04.2013, 20.00 Uhr, Schauspiel Frankfurt, Kammerspiele
05.04.2013, 20.00 Uhr, Schauspiel Frankfurt, Kammerspiele
08.03.2013, 20.00 Uhr, Schauspiel Frankfurt
03.03.2013, 20.00 Uhr, Schauspiel Frankfurt
24.02.2013, 20.00 Uhr, Schauspiel Frankfurt
01.02.2013, 20.00 Uhr, Schauspiel Frankfurt, Kammerspiele
29.12.2012, 20.00 Uhr, Kammerspiele, Schauspiel Frankfurt
11.11.2012, 20.00 Uhr, Kammerspiele, Schauspiel Frankfurt
10.11.2012, 20.00 Uhr, Kammerspiele, Schauspiel Frankfurt
31.10.2012, 20.00 Uhr, Kammerspiele, Schauspiel Frankfurt