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mit Schauspielstudierenden

Mamma Medea

Inszenierung

von Tom Lanoye / aus dem Niederländischen von Rainer Kersten / Regie: André Rößler / Bühne: Simone Steinhorst / Kostüme: Simone Steinhorst / Dramaturgie: Annelie Mattheis / Mit: Ogün Derendeli, Martin Maecker, Thomas Streibig, Charles Toulouse, Sonka Vogt, Regina Vogel (3. Jahr HfMDK Schauspiel), Tobias M. Walter, Anna Kristina Lucas, Shan-Li Peng, Lea Maria Elisabeth Spahn sowie Statisterie des Hessischen Landestheaters Marburg

Medea ist die Frau, die so sehr liebt, dass ihre Leidenschaft sie zur Mörderin werden lässt; die Frau, die die Geliebte ihres Mannes und die eigenen Kinder tötet. Sie begehrt auf gegen die patriarchale Gesellschaft, gegen das Leben fernab der Heimat und die Verachtung, die sie als Fremde in Korinth erfährt.

Für Jason hat sie alles aufgegeben. Ihre Heimat Kolchis und ihre Familie hat sie verlassen, sogar den eigenen Bruder hat sie getötet, um das Goldene Vlies für Jason zu gewinnen. In Korinth wollten sie gemeinsam neu anfangen. Doch Jason verstößt Medea, um die Königstochter Kreusa zu heiraten. Verletzt und in ihrer Ehre gekränkt sinnt Medea auf Rache. Sie plant das Ungeheuerliche und nimmt Jason das, was ihm am Wichtigsten ist: Kreusa, die Königstochter, die er liebt und durch deren Heirat ihm die Herrschaft über Korinth zufallen würde, sowie die gemeinsamen Kinder, die Medea kaltblütig ermordet.
„Medea” ist ein Drama über Kränkung und Verrat und die daraus erwachsende Rache. Bereits Euripides hinterfragt Recht und Unrecht, Autonomie und Abhängigkeit in der Beziehungskonstellation von Medea und Jason, die metaphorisch für das Verhältnis zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft sowie für Chaos und Ordnung steht. Wie jeder antike Mythos weist der Medea- Stoff eine beeindruckende Anzahl von Bearbeitungen auf, an die dreihundert sind bekannt. Sie ergänzen und schmücken den Mythos neu aus, fokussieren unterschiedliche Aspekte und interpretieren „Medea” damit immer auch in Anlehnung oder Abgrenzung zur Gegenwart. André Rößler wird den Stoff auf sein neuzeitliches Sinnstiftungspotenzial hin untersuchen.

Aufführungen

14.06.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Landestheater Marburg
07.06.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Landestheater Marburg
02.05.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Landestheater Marburg
19.04.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Landestheater Marburg
23.03.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Landestheater Marburg
13.02.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Landestheater Marburg
16.01.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Landestheater Marburg
12.01.2013, 19.30 Uhr, Hessisches Landestheater Marburg
11.12.2012, 19.30 Uhr, Hessisches Landestheater Marburg
27.11.2012, 19.30 Uhr, Hessisches Landestheater Marburg
24.11.2012, 19.30 Uhr, Premiere, Hessisches Landestheater Marburg