HessischeTheaterakademie

 
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von Regiestudierenden

Romeo und Julia

Inszenierung

nach William Shakespeare / Regie: Daniel Schauf / Dramaturgie: Michaela Stolte / Mit: Ronja Losert, Robert Oschmann

Die Literatur prägt unsere Erwartungen an die Liebe. Auch Shakespeare kannte Vorbilder wie Pyramus und Thisbe als er »Romeo und Julia«
schrieb. Heute sind Romeo und Julia nicht nur das bekannteste Liebespaar der Literaturgeschichte, vielmehr sind sie der Inbegriff der romantischen Liebe. Als perfekte Symbiose zweier Menschen erhebt sie den Anspruch absoluter Authentizität und Einmaligkeit, verlangt nach grenzenloser Intensität und Dauer zugleich.
Mit jedem Wort, jeder Geste, jedem Kuss aber zitieren Romeo und Julia einen Code, dessen Konventionalität der Idee der wahrhaftigen, einmaligen Liebe schroff entgegensteht. Die Kommunikation der eigenen Gefühle wird zum trügerischen Moment und steht unter dem Verdacht der Lüge.
Im Anspruch an ihre Liebe spiegeln Romeo und Julia unsere Erwartungen, hinterfragen und dekonstrieren sie jedoch zugleich. Und doch kommen sie nicht umhin zu lieben.

»Wenn du schwörst, kannst du zum Lügner werden.«
Julia in Romeo und Julia, 2. Akt, 2. Szene