HessischeTheaterakademie

 
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MA Dramaturgie

The Social Choreography of Proceduralism

Friedrich Hölderlin-Gastvorträge in Allgemeiner und Vergleichender Theaterwissenschaft

Bojana Cvejić (Brüssel)

Soziale Choreographie ermöglicht es, alltägliche Bewegung und Tanz als ein ästhetisches Kontinuum zu sehen. Andrew Hewitt zufolge definiert sie die Funktionsweise von Ideologie als “ästhetische” und “performative” neu (vgl. Social Choreography: Ideology as Performance in Dance and Everyday Movement, Duke 2005). Dabei verlagert sie den Blick von dem Mechanismus des Subjekts, das durch Machtdispositive angerufen wird, zu einer eigendynamischen Verkörperung, einer auf ästhetische Weise produzierten und choreographisch geprobten Gesellschaftsordnung. Wir können uns daher fragen, was die soziale Choreographie ausmacht, die den Bereich des
- Vortrag in englischer Sprache

Öffentlichen heute reguliert.
Der Vortrag wird sich auf den „Prozessualismus“ als charakteristische Form der sozialen Choreographie in liberalen demokratischen Gesellschaften konzentrieren, der in Videospielen, im politischen Management und in der künstlerischen Methodologie am Werk ist. Die Hauptfrage dabei ist: Was enthüllt die ‚Choreographie der Prozesse‘ über die Öffentlichkeit und die Verdunkelung ihrer heutigen politischen Funktion?

Bojana Cvejić, geboren in Belgrad, arbeitet als Tanzwissenschaftlerin in Brüssel. Promoviert wurde sie am Centre for Research in Modern European Philosophy der Middlesex University in London mit der Arbeit „Choreographing Problems: Expressive Concepts in European Contemporary Dance“. Ihre Forschungsfelder sind die Theorie der Performancekunst, die Dramaturgie sowie die Performance-Ausbildung. Künstlerisch ist sie im Bereich der Performance tätig (u.a. mit Jan Ritsema, Xavier Le Roy, Esther Salamon) sowie in Opernproduktionen. Zu ihren Publikationen gehören u.a.: Public Sphere by Performance
(2012, gem. mit Ana Vujanovic); A Choreographer's Score (2012, zus. mit Anne Teresa De Keersmaeker).

Aufführungen

24.06.2014, 18.00 Uhr, Goethe-Universität, Campus Westend, IG Farben-Haus, Raum 1.411