HessischeTheaterakademie

 
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von Studierenden der ATW

DIE HYSTERIEZONE

EINE PERFORMANCE ÜBER FREIHEIT UND DEN RÜCKZUG AUS DEM SYSTE

Hysterisches Globusgefühl (Elisabeth Lindig (ATW), Arne Schirmel (ATW), Lea-Sophie Schiel, Dorothea Schmans, Melanie Zipf)

Wir sind nicht hier, wir sind woanders. Wir fllüchten vor Stress und Termindruck, vor Menschen, die uns etwas antun wollen, aus fernen Ländern, aus dem Alltag. Wir flüchten vor Diskriminierung, vor Verpflichtungen, vor der Ernüchterung, vor unseren Ängsten und vor den Heuchlern. Wir flüchten in die sichere Nebenstraße, in ein anderes Land, in den Rausch, in die Liebe, nach Hause vor unseren Computer, an den Rand der Gesellschaft, in die Leere, in die Lüge, in die Kunst.
Da, wo wir nun sind, ist alles anders.


HYSTERISCHES GLOBUSGEFÜHL
PERFORMT HEUTE NACKT UND UNSICHTBAR FÜR SIE:

DIE HYSTERIEZONE
- EINE PERFORMANCE ÜBER FREIHEIT UND DEN RÜCKZUG AUS DEM SYSTEM -

Die Weisheit empfiehlt zu fliehen, zu desertieren, um sich auf die Seite
des Lebens zu schlagen, die die der Vernunft wird!
(Antonio Negri)

Aber natürlich geht es hier an keiner Stelle um Sklaven. Aus diesem
System kann nämlich jeder jederzeit aussteigen, dem irgendetwas nicht
passt. Er ist dann ganz frei, nur einfach nicht mehr im System.
(Berliner Zeitung, 4.1.2013, Maxim-Gorki-Theater: Kündigungswellen)

Ist es möglich Kritik am (Theater-)System zu äußern, die wirklich etwas verändert? Oder wird jegliche Möglichkeit zur Kritik, die sich innerhalb des Systems bewegt, gleich wieder vom System assimiliert oder ausgestoßen? Ist Kritik an einem System überhaupt möglich oder bleibt als letzter Schritt nur der Rückzug aus dem System? Und wenn dieser Rückzug die einzige Möglichkeit ist, das System zu verneinen, wie ist es möglich, diesen Rückzug sichtbar zu machen, ihn aufzuführen? Und was ist überhaupt dieses System?

Die Lösung ist so einfach wie naheliegend: Hysterisches Globusgefühl hat mit der Hysteriezone eine Form gefunden, in der alle diese Fragen und noch viele mehr ihren Platz finden. Hysterisches Globusgefühl performt (auch am Beispiel Theater und Theater­festivals) den Rückzug aus dem System. Nackt und unsichtbar.

Aufführungen

05.07.2014, 0.00 Uhr, Arena-Festival, Erlangen, Festivalzentrum (Obere Karlstraße)
04.07.2014, 0.00 Uhr, Arena-Festival Erlangen