HessischeTheaterakademie

 
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not not a lecture #2. facing for faces. Betrachtung

Performance

von und mit Antonia Baehr und Constanze Schellow

In ihrem Stück „for faces" (2010) entwirft Antonia Baehr Mikro-Choreografien für vier Gesichter. Im Kreis um die PerformerInnen herum platziert, sitzt man diesen direkt gegenüber - zu nah für die Komfortzone Theaterparkett und zu weit entfernt, um die mimischen Umwälzungen auf dem Gesicht des vis-à-vis genau zu identifizieren. Das ‚Antlitz' wird zur Bühne, auf der sich das Zuschauen selbst in seiner Intimität und Aktivität, Öffnung und Gewalt als theatrale Handlung par excellence sehen lässt. Choreografisch um ihre Entzifferbarkeit als schlüssige Mimik gebracht, setzen die Gesichtsbewegungen einen Zoom der Aufmerksamkeit in Gang, der die PerformerInnen ebenso als Personen vor unseren Augen verschwinden lässt wie er sie dem Sehen radikal zur Verfügung stellt.

Die Tanzwissenschaftlerin Constanze Schellow und die Choreografin Antonia Baehr schlagen ein gemeinsames Format vor, um „for faces“ in Abwesenheit des tatsächlichen Stücks zu reflektieren. facing for faces fragt angesichts der konkreten künstlerischen Arbeit auch danach, was Theorie und Choreografie einander und über einander zu sagen haben.

* Das Format not not a lecture ist Teil einer Recherche von Constanze Schellow zu wechselseitigen Reflexionsbewegungen zwischen Choreografie und Theorie. not not a lecture #1. two commentaries mit Sara Manente war Teil von Tim Etchells' Kuratierung „what escapes“ im Tanzquartier Wien 2010

RECHERCHEN11: Gesichter wurde konzipiert von Esther Boldt und Friederike Thielmann und findet statt in Zusammenarbeit mit Tanzlabor_21/Tanzbasis Frankfurt_Rhein_Main sowie mit freundlicher Unterstützung der Hessischen Theaterakademie und des Kulturamtes der Stadt Frankfurt.

Aufführungen

03.05.2011, 20.00 Uhr, Künstlerhaus Mousonturm, Studio.