HessischeTheaterakademie

 
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von und mit Studierenden der HTA

IBSEN =/ Angst

Studienprojekt I

Drei Regiestudierende der HfMDK Frankfurt am Main nähern sich durch die Ungleichsetzung der Variablen Angst drei Werken von Henrik Ibsen. Mit „Baumeister Solness darf nicht sterben!”, Regie Bastian Sistig, „Die Frau vom Meer”, Regie Meike Hedderich und „Die Eifersucht des Nils Krogstad”, Regie Mark Reisig sind die Annäherungswerte in einem Abend zusammengefasst am 13., 14. und 15. Februar 2015 in den Landungsbrücken Frankfurt zu sehen.

IBSEN ≠ ANGST

„Baumeister Solness darf nicht sterben!“ Die Architektur eines Untergangs von Bastian Sistig und Benjamin Große nach Henrik Ibsen:
„Das Neue Kommt. Ich ahne es. Ich fühle, es kommt immer näher.
Irgendjemand fordert von mir: Tritt zurück! Und dann stürmen sie
von allen Seiten los und drohen und schreien: Platz gemacht, ─ mach Platz, ─ mach Platz! Jaja, warten Sie es ab. Irgendwann kommt die Jugend und klopft an meine Tür. Und dann? Dann ist es aus mit
Baumeister Solness.“

Es spielen Elias Eilinghoff (HfMDK)
und Lucas Federhen (HMT Hannover)
Regie Bastian Sistig (HfMDK)
Bühne Josephine Hans (hfg)
Kostüme Carla-Luisa Reuter (hfg)
Dramaturgie Benjamin Große (Goethe-Universität)
Produktionsleitung Sophie Fleckenstein (HfMDK)

„Baumeister Solness darf nicht sterben!“ wird gefördert von der
Gesellschaft der Freunde und Förderer der HfMDK und vom Kulturamt
der Stadt Frankfurt am Main.

„Die Frau vom Meer“ – nach Henrik Ibsen
Eine Frau. Das Meer. Ein Seemann. Ein Künstler.
Ein Meer aus Erinnerungen umlagert sie, Vergangenheit umgibt sie wie ein Gespenst. Kann man das Unerklärliche anpacken, formen, sortieren, beleuchten? Anhand zweier Figuren wird die Frage nach der Angst vor der
Vergangenheit verhandelt. Einer Vergangenheit die in Ibsens „Frau vom Meer" in merkwürdigen Formen zu den Figuren hinauf dringt und sie in den Bann schlägt. Ellida kämpft gegen Vergangenes, Lyngstrand hingegen malt seine Zukunft in leuchtenden Farben. Des Einen Leid ist des Anderen Inspiration; was ihr an Vergangenheit anhaftet bildet die Grundlage
seiner Zukunft.
Was aber, wenn das Ungestalte Gestalt annimmt? Was lenkt hier, was
treibt?

Ellida Charlotte Saphire Alten
Lyngstrand Henning Kallweit (HfMDK)
Regie Meike Hedderich (HfMDK)
Ausstattung Marie van Aarsen (hfg)
Dramaturgie Janina Zehle (Goethe-Universität)
Produktionsleitung Simon Kranz (HfMDK)

„Die Eifersucht des Nils Krogstad“
In "Die Eifersucht des Nils Krogstad", nach Henrik Ibsens Nora, begegnen wir Menschen, deren soziales Leben und zwischenmenschliche Erfahrungen von Geld, Verrat und dem drohenden Verlust der eigenen Reputation bestimmt werden. Wie reagieren Menschen, wenn sie von einem Existenzverlust bedroht sind, wie weit gehen sie, um sich selbst zu schützen? In Anbetracht des Spektrums menschlicher Gefühle und ihrer Vorstellungskraft entwickeln diese Ängste unvorhergesehene Kräfte.
Die Grenze zwischen dem Geschehen des Stücks, den Schicksalen der Figuren und ihrer Wünsche, Träume und Ängste verschwimmt.

Darsteller Josia Krug(HfMDK), Marina Schmitz (HfMDK) und Matti Swiec (Johannes Gutenberg-Universität)
Regie Mark Reisig (HfMDK)
Bühne Frank Sobania (Johannes Gutenberg-Universität)
Dramaturgie Lisa-Marie Radtke (Goethe-Universität)

Aufführungen

15.02.2015, 18.00 Uhr, Landungsbrücken Frankfurt
14.02.2015, 20.00 Uhr, Landungsbrücken Frankfurt
13.02.2015, 20.00 Uhr, Landungsbrücken Frankfurt