HessischeTheaterakademie

 
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mit Schauspielstudierenden

Rose Bernd

von Gerhart Hauptmann

Regie Roger Vontobel, Bühne Claudia Rohner, Kostüme Ellen Hofmann, Musik Matthias Herrmann, Dramaturgie Marion Tiedtke, Besetzung: Matthias Redlhammer, Jana Schulz, Johanna Franke (HfMDK 4. Jahr Schauspiel), Olaf Johannessen, Katharina Linder, Michael Schütz, Nils Kreutinger
Musiker: Radek Fedyk, Matthias Herrmann, Volker Kamp, Lars Kuklinski, Markus Türk

Der Prozess einer 25-jährigen Kindsmörderin, dem Gerhart Hauptmann im Jahr 1903 als Geschworener beiwohnte, hat ihn nicht mehr losgelassen: Wieso bringt eine Mutter ihr Kind um?
Sein Schauspiel „Rose Bernd“ versucht eine Antwort darauf zu geben und führt uns in eine Welt, in der jeder auf der Suche nach dem eigenen Glück seine Haut retten muss – koste es, was es wolle. An der schönen, fleißigen, selbstbewussten, aber mittellosen Rose entzündet sich der Konflikt. Sie opfert sich auf für das finanzielle Auskommen ihres alten, kranken Vaters; sie arbeitet wie eine Tochter und nicht bloß wie eine Dienstmagd für das kinderlose Ehepaar Flamm; sie hat Mitleid mit dem alleinstehenden August, den sie ehelichen soll; sie wehrt sich stolz gegen den übergriffigen Streckmann, der sie begehrt. Dennoch wird sie verführt, verkuppelt, vergewaltigt, verstoßen: jeder braucht Rose, jeder benutzt sie und jeder lässt sie fallen. Die Welt kennt keine Gnade, wenn man mit der Schuld eines anderen die eigene verdecken kann. So wird Rose unschuldig schuldig und schließlich fast verrückt an Verhältnissen, die nicht zu ändern sind. Im Kampf ums eigene Überleben entsteht eine Verrohung des Menschen, die Hauptmann in ihrer Tragik freilegt: eine Tragik, die letztlich keine Schuldigen kennt, nur ein Leben, das nicht zu meistern ist.

Aufführungen

16.06.2016, 19.30 Uhr, Schauspielhaus Bochum
27.12.2015, 19.00 Uhr, Schauspielhaus Frankfurt
17.12.2015, 20.00 Uhr, Schauspielhaus Bochum
29.10.2015, 20.00 Uhr, Schauspielhaus Bochum
18.10.2015, 19.00 Uhr, Schauspielhaus Bochum
10.10.2015, 19.30 Uhr, Schauspielhaus Bochum
04.10.2015, 19.00 Uhr, Schauspielhaus Bochum