HessischeTheaterakademie

 
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Theater- und Orchestermanagement

Der Studiengang Theater- und Orchestermanagement an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt ist der einzige Studiengang deutschlandweit, der Absolventen mit Hochschulabschluss im Zeitraum von zwei Jahren konzentriert auf eine Leitungsaufgabe in Theatern, Orchestern, Festivals und/oder als Produzent vorbereitet.

Im Mittelpunkt der Ausbildung steht das neue Berufsbild eines Theater- und Orchestermanagers, der die Qualitäten eines Produzenten, Planers, Vermittlers, Kommunikators, Vordenkers und teamfähigen Leiters in sich vereint, der systemisch denkt und handelt und die Anschlussfähigkeit sowohl an die sich verändernden Rahmenbedingungen wie auch die Besonderheiten des Künstlerischen Betriebs und seiner Mitarbeiter herzustellen vermag.

Mit dem Netzwerk der Hessischen Theaterakademie und den in ihnen vertretenen überregional ausstrahlenden Institutionen und Theatern, den Lehrbeauftragten der verschiedenen Fachgebiete und den praktischen Studienteilen wird eine konzentrierte und fachlich erstklassige Vorbereitung gewährleistet, in der bereits bestehende Erfahrungen vertieft, Zusatzkenntnisse entwickelt und Spezialisierungen für wichtige Managementbereiche in den Theatern weiter ausgebildet werden.

Die Anforderungen an Theater- und Orchestermanager haben sich in den vergangenen Jahren in hohem Maße weiter entwickelt. Neben soliden Grundlagen in allen ästhetischen und künstlerischen Bereichen des Theaters und der Musik, sollen Kenntnisse in den Schwerpunkten Theater- und Orchestermanagement, Kulturwirtschaftslehre, Recht, Marketing und PR, Planung und Disposition sowie Kulturpolitik vermittelt werden.

Die Ausbildung soll auf zukünftig absehbare Entwicklungen in Theatern und Orchestern und die Weiterentwicklung der Aufgaben an den Schnittstellen zwischen Management und Künstlerischer Gestaltung (Leitung, Geschäftsführung, Produktion, Spielplanung und Disposition, PR, Besuchermanagement, Marketing) abstellen und vor allem Zukunftsaspekte reflektieren, wie sie durch die Änderung der allgemeinen Rahmenbedingungen (demografische Situation, u.a. ), aber auch die Entwicklung neuer Organisationsformen, neuer Ästhetiken und neuer Wege der Vermittlung hervorgerufen werden.

Bewerbung und Zulassungsvoraussetzungen

1. Ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss oder ein abgeschlossenes Erststudium an einer Kunsthochschule; liegt der Abschluss zum Bewerbungstermin noch nicht vor, kann eine Einladung zu den Bewerbungsgesprächen unter Vorbehalt erfolgen, wenn nachgewiesen wird bzw. absehbar ist, dass der Abschluss bis zur Aufnahme des Studium vorgelegt werden kann.

2. Ein mindestens 14-tägiges Praktikum mit Nachweis in einem Theater, Konzerthaus oder bei einem Festival.

3. Schriftliche Bewerbungen bis zum jeweils 15.5. an den Studiengangsleiter.
bestehend aus einem Anschreiben
einem ausführlichen Lebenslauf in deutscher Sprache
einem Exposé von 2 A4-Seiten zur Motivation und zu den persönlichen Bezügen einer Studien- und Berufswahl im Umfeld Theater und Orchester
einem Exposé zu folgendem Thema: In einer mittleren Großstadt wird ein Dreispartentheater mit eigenem Orchester in der Form eines Eigenbetriebes der Stadt unterhalten. Das Theater hat 500 Mitarbeiter in den verschiedenen Sparten und Gewerken. Der jährliche Etat beträgt 30 Mio. Euro. Der Stadtrat hat beschlossen, den Etat um 2 Mio. Euro zu kürzen. Hintergrund ist der Wunsch einer Stadtratsfraktion, dass eine Sparte geschlossen werden soll. Diskutieren sie die Problematik und entwickeln sie in Kurzform ein Szenario für die Zukunft des Theaters unter Einbindung einer stärkeren Zusammenarbeit mit der freien Szene. (12-15 Seiten)

4. Termin der Eignungsprüfung Ende Juni/Anfang Juli. Die Eignungsprüfung besteht aus einem Colloquium zu aktuellen kulturpolitischen Fragestellungen. Hierzu wird zeitnah eingeladen.

Berufsziele

Entsprechend der Zielsetzung der Hessischen Theaterakademie, wird die/der Studierende nach Abschluss des Masterstudiengangs zu Tätigkeiten in folgenden Funktionen und Institutionen qualifiziert sein:

Leitungsaufgaben im Bereich eines Ein- oder Mehr-Sparten-Theaters

Leitungsaufgaben im Bereich eines Kinder- und Jugendtheaters

Leitungsaufgaben in Künstlerischen Betriebsbüros im Theater oder Konzerthaus

Leiterin/Leiter der Marketing-Abteilung und/oder der Presse- und ...ffentlichkeitsarbeit an Theatern, Orchester u.a. Kulturinstitutionen

Leiterin/Leiter der Bereiche Besuchermanagement und Development

Leiterin/Leiter der Bereiche Fundraising und Sponsoring

Referententätigkeit im Bereich Intendanz und Geschäftsführung

Managementaufgaben in Kultur- und Rundfunkorchestern

Gastspielmanagement in Theatern, Orchestern und bei Festivals

Produktionsleitung von Festspielen und Festivals

Produktionsleitung und Management von freien Projekten und Ensembles

Leitungsaufgaben in Agenturen und Künstlervermittlungen

Studienverlauf

Um die erworbenen Qualifikationen international kompatibel zu gestalten, wird das Studium als Masterstudiengang mit Modulen und Leistungspunkten entsprechend dem Europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen (European Credit Transfer System – ECTS) geführt werden. Für einzelne Module kann ein separates Zertifikat ausgestellt werden.

Lehrfächer
Modul 1 Kulturgeschichte und Ästhetik
Modul 2 Kulturwirtschaftslehre
Modul 3 Theaterrecht
Modul 4 Urheberrecht
Modul 5 Theatermanagement
Modul 6 Orchestermanagement
Modul 7 Marketing und Public Relations
Modul 8 Planung, Disposition, Produktion
Modul 9 Kulturpolitik
Modul 10 Praktika, Projekte, Kolloquium und Labor
Modul 11 Master- Arbeit und mündliche Prüfung

Studiengangleitung und Dozenten

Prof. Thomas Schmidt, Geschäftsführer des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar, hat die Leitung des Masterstudiengangs seit Oktober 2010 von Prof. Gerd-Theo Umberg übernommen. Er unterrichtet Theatermanagement, Kulturwirtschafts- und Managementlehre sowie Kulturpolitik, hält die Colloquien und betreut den Studiengang.

Er wird unterstützt durch eine Reihe hervorragender praxisorientierter Dozenten:

• Prof. Dr. Norbert Abels (Spielplanung, Szenische Ästhetik, Chefdramaturg der Oper Frankfurt) • Dr. Stefan Rosu (Orchestermanagement, Intendant der Philharmonie Zuidnederland) • Dr. Frank Depenheuer (Theaterrecht, Direktor Staatstheater Kassel) • Dr. Ulf Heil (Urheberrecht, Rechtsanwalt) • Martin Leber (Eventrecht/Eventmanagement, Rechtsanwalt) • Dr. Petra Schneidewind (Betriebswirtschaft und Controlling) • Julia Kirn (Presse, Marketing, Public Relations, Pressesprecherin Tonhalle Düsseldorf) • Dr. Geraldine Blomberg (Vermittlung, Leiterin der Abteilung Education und Vermittlung am Staatstheater Darmstadt) • Sabine Kozinc (Disposition, Künstlerische Betriebsdirektorin und Stellvertreterin des Intendanten in künstlerischen Fragen Staatstheater Darmstadt) • Ann-Marie Arioli (Produktionsmanagement, Stellvertretende Direktorin und Dramaturgin Theater Chur) • Karin Dietrich (Zeitgenössische Musik, Leiterin Institut für zeitgenössische Musik) • Dr. Burkhard Bastuck (Musikmanagement, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Museumsgesellschaft) • Dr. Julia Cloot (Musikgeschichte, Musikdramaturgie, Kuratorin und stellvertretende Geschäftsführerin KulturFond Frankfurt RheinMain) • Beate Eichenberg (Sponsoring/Fundraising, HfMDK Frankfurt am Main) • Prof. Ingo Diehl (Tanz, HfMDK Frankfurt am Main) • Kirsten Uttendorf (Rhetorik und Gesprächsführung, Regisseurin)