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HTA-Postgraduiertenförderung „Künstlerisches Forschen“ (2017) Ein Förderprojekt des Frankfurt LAB für die Alumni der Hessischen

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Das Frankfurt LAB – Raum und Zeit für zeitgenössische Produktion – vergibt auch 2017 wieder künstlerische Forschungsstipendien an ehemalige Studierende der Hessischen Theaterakademie. Die Ausschreibung richtet sich an Alumni, die einen Bachelor- oder Masterabschluss, Diplom oder eine Promotion in einem der elf HTA-Studiengänge Dramaturgie, Schauspiel, Regie, BA Angewandte Theaterwissenschaft, MA Angewandte Theaterwissenschaft, Bühnenbild und Kostümbild, Zeitgenössischer und Klassischer Tanz, Choreographie und Performance, Contemporary Dance Education, Theater- und Orchestermanagement sowie Gesang/Musiktheater abgeschlossen haben.

Vergeben werden mehre Stipendien in Höhe von 2.000 bis 6.000 Euro, die das Erarbeiten künstlerischer Projekte – innerhalb oder außerhalb einer Institution; ob alleine, im Team oder im Kollektiv – ermöglichen sollen, welche sich in ihrer Herangehensweise als künstlerische Forschung definieren lassen. Gemäß der Überlegung, dass künstlerische Forschung ihr Potential vor allem in einer gegenseitigen und jeweiligen Verfremdung von Kunst und Wissenschaft hat, wird dabei auch die Einreichung von Projektideen mit institutionskritischem Charakter und von Projektideen, die durch gängige Förderstrukturen und Institutionen keine Unterstützung finden, ausdrücklich begrüßt. Ebenso begrüßt werden Vorhaben, die sich mit künstlerischen Formen für ein junges, heranwachsendes Publikum beschäftigen oder auch mit site-spezifischen Herangehensweisen. Mit der Förderung soll ein Freiraum geschaffen werden besonders für künstlerische Vorhaben, deren Entstehung (z. B. gerade wegen ihres Forschungsanspruchs) im konventionellen Produktionsrahmen der Theaterinstitutionen nicht möglich ist. Darüber hinaus soll durch das Programm das Alumni-Netzwerk der HTA gestärkt werden.

Interessierte reichen bis zum 4. Dezember 2017 ein Projektkonzept ein, in dem eine Fragestellung formuliert ist, die Forschungsgrundlage des jeweiligen Projektes ist. Weiterhin soll im Konzept begründet werden, wie und in welchem zeitlichen Rahmen man sich in der künstlerischen Auseinandersetzung mit dieser Fragestellung zu den folgenden drei Arbeitsschritten verhält:
1.)Recherche: Auf welche Weise soll der künstlerische Forschungsprozess vonstattengehen? Wie soll der Forschungsgegenstand untersucht werden? Auf welches Material wird dabei zurückgegriffen, bzw. wie wird es gesammelt oder generiert?
2.)Präsentation: Welche künstlerische Präsentationsform wird für die Darstellung des Forschungsprozesses und ggf. seiner Ergebnisse angestrebt? Auf welche Weise wird er in eine öffentliche Sichtbarkeit überführt? In welchem spezifischen Kontext kann das stattfinden? Für die Präsentation ist eine Anbindung an Frankfurt/Main gewünscht.
3.)Dokumentation: Welche Form der Dokumentation ist der Fragegestellung angemessen; wie lässt sich ein adäquates Dokument vor- und herstellen, das den Prozess der Recherche und der Präsentation manifestiert? Auf welche Weise wird so eine Archivierbarkeit der künstlerischen Forschungsarbeit gewährleistet? Unkonventionelle mediale Formen der Dokumentation sind hier ebenso erwünscht wie herkömmliche Formen. Besonders dieser dritte Schritt ist für das Postgraduiertenprogramm relevant: Nach Abschluss der Arbeit soll die Dokumentation zu Archivierungszwecken bei der HTA eingereicht werden.

Neben dem Konzept wird auch die Einsendung eines Finanzierungsplans verlangt, in dem auch ggf. weitere (beantragte oder vorhandene) Fördermittel aufgeführt sind. Die Berücksichtigung von Honoraren (auch für den Antragssteller / die Antragsteller_in_nen selbst) ist zulässig. In der Kalkulation sind evtl. beantragte Ausgaben für Reisekosten und Unterkunft separat anzugeben. Sollten weitere Anträge bei anderen Geldgebern gestellt worden sein oder werden, deren Bewilligung noch aussteht, ist anzugeben, inwiefern bzw. ob das Projekt auch ohne eine Bewilligung dieser Anträge realisiert werden könnte. Anträge können in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein.

Der_Die Antragssteller_in muss zum Zeitpunkt des Projektes Absolvent_in der Hessischen Theaterakademie sein und darf an keinem anderen HTA-Studiengang mehr studieren. Der beantragte Projektabschnitt sollte in der Regel bis spätestens vor Ablauf des Wintersemesters 2017/18 durchgeführt werden, die Dokumentation nach Möglichkeit spätestens im Sommersemester 2018 eingereicht werden. Wird mit einem Team oder im Kollektiv gearbeitet, müssen weitere Beteiligte nicht unbedingt Studierende oder ehemalige Studierende der HTA sein. Das Vorhaben, für das Fördermittel beantragt wird, kann auch Vorrecherche für ein Projekt oder Teilprojekt eines Folgeprojektes sein.

Die Postgraduiertenförderung der Hessischen Theaterakademie entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Residenzprogramm des Frankfurt LAB, Frankfurts Probenort für zeitgenössische Produktion. Mit der finanziellen Förderung ist das Angebot verknüpft, Probenraum im Frankfurt LAB zu nutzen, sofern Kapazitäten frei sind.

Anträge sind bis zum 4. Dezember 2017 zu richten an die
Hessische Theaterakademie
Katharina Speckmann
Betreff: Postgraduiertenförderung
speckmann@hessische-theaterakademie.de

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HTA Postgraduate Grants for Artistic Research (2017) A Frankfurt LAB project for Alumni of Hessian Theatre Academy, supported by the Hessian Ministery for Science and Culture

Also in 2017, Frankfurt LAB – Space and Time for Contemporary Production – awards grants for artistic projects that are committed to artistic research. Thus, Frankfurt LAB wishes to support alumni of Hessian Theatre Academy as well as innovative projects of single persons or groups, which cannot be easily produced within the traditional theater and funding system. Several projects will receive between 2000 € and 6000 €. The grants are associated with the residency program at Frankfurt LAB. In addition to the financial support we try to provide workspace at the LAB if available. However, costs for workspaces, if needed. should be included in the financial planning.

The grants are open to alumni holding BA, MA or PhD-Degrees from any of the HTA programs (Dramaturgie, Schauspiel, Regie, Angewandte Theaterwissenschaft, Bühnenbild und Kostümbild, Zeitgenössischer und Klassischer Tanz, Choreographie und Performance, Contemporary Dance Pedagogy, Theater- und Orchestermanagement sowie Gesang/Musiktheater). Applications on behalf of groups must be submitted by an alumnus or an alumna of the HTA (other group members do not need to be affiliated with the HTA). Currently enrolled students are not eligible to apply.

The materials listed below must be received by December 4th, 2017. Please submit all materials (in German or English) to the following address:

Hessische Theaterakademie Katharina Speckmann speckmann@hessische-theaterakademie.de


I. A concept paper that describes the aims of the artistic research project, which could also be a part of a bigger project, as well as its approach to the following three stages (please include a time schedule): 1) Research: What are the strategies of your artistic research? How will you examine your subject of research? Which resources do you intend to use? 2) Presentation: How and in what kind of context do you intend to present your research process and its outcome to the public? (A presentation in Frankfurt is strongly encouraged.) 3) Documentation: What form of documentation is adequate for your research project? How could the research and the presentation be documented and archived? Which conventional and unconventional media of documentation could be used?

II. A budget plan listing all expected expenses (such as your own fee or costs of supplies) as well as any additional funding for the project (at hand or pending).

Frankfurt LAB and HTA want especially to support projects and ideas that are not compatible tot he producing or researchs methods oft he existing theatre or academic institutions. We also want to encourage the application of projects and ideas that reflect about institutional production and research methods in a critical way, and of projects that deal with artistic forms also for young audiences, as well of site-specific working methods.

Kommende HTA-Veranstaltungen

17.12. 11.00 Uhr Die rote Zora und ihre Bande
20.00 Uhr Das Ministerium der verlorenen Züge
19.12. Uhr All in All
19.30 Uhr All in All -Premiere-
19.30 Uhr JULIUS CAESAR
20.12. Uhr All in All
19.30 Uhr All in All
19.30 Uhr Der Auftrag.Erinnerung an eine Revolution von Heiner Müller
21.12. Uhr All in All
19.30 Uhr All in All

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